Umweltschutz und Geldanlagen lassen sich vereinen

Wer Geld anlegen will, möchte möglichst hohe Renditen erwirtschaften und alles andere ist unwichtig – so dachte man noch vor einigen Jahren, doch inzwischen wollen die Anleger mehr als kleine Risiken und hohe Erträge. Sie wünschen sich Anlagemöglichkeiten, bei denen ihr Geld für eine bessere Zukunft eingesetzt wird und dabei steht der Umweltschutz an erster Stelle. Wo klassische Banken noch zu wenig Angebote haben, können sogenannte Öko-Banken heute schon genau das bieten, denn sie arbeiten nach einem ganz besonderen Konzept.

Öko-Banken investieren in die Zukunft

Klassische Banken gewähren nicht jedem Unternehmen einen Kredit, vor allem wenn mit dem Geld innovative Ideen umgesetzt werden sollen. Projekte, die beim Energiesparen helfen sollen oder die technischen Möglichkeiten beim Solarstrom vorantreiben sollen, gehören nicht zu ihren bevorzugten Bereichen und umweltbewusste Anleger wollen ihr Geld nicht in vermeintlich sicheren Rüstungsgeschäften oder der Atomindustrie sehen. Ökobanken finanzieren nur Projekte, die bestimmten ethischen, sozialen und ökologischen Richtlinien entsprechen und schaffen so mit ihren sogenannten grünen Geldanlagen auch für die umweltbewussten Anleger gute Gelegenheiten. Sie arbeiten transparent und jeder Anleger kann erfahren, für welche Projekte sein Geld verwendet werden soll. Doch die Ökobanken gehen sogar noch weiter. Sie bieten ihren Anlegern die Möglichkeit selbst zu entscheiden, in welche Projekte sie ihr Geld investieren wollen. In der Regel stehen hier folgende Möglichkeiten zur Wahl:

• Ökologische Landwirtschaft

• Alternative Wohnprojekte

• Erneuerbare Energien

• Behinderteneinrichtungen

Die Anleger entscheiden also selbst, wer ihr Geld erhalten soll und dafür stehen ihnen die klassischen Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Neben Tages- und Festgeld, zu dem es im Netz viele wertvolle Informationen gibt, bieten die Ökobanken auch Investmentfonds oder Sparbriefe an. Eine gute Geldanlage mit marktüblichen Renditen lässt sich also durchaus mit dem Umweltschutz vereinbaren.

Wo findet man Ökobanken?

Der Markt der Ökobanken steckt zwar noch in den Kinderschuhen, trotzdem finden Anleger ein paar Institute, die mit dieser neuen Form von Anlagen und Krediten arbeiten. Online lassen sich die Namen und Webauftritte der sogenannten Alternativbanken schnell finden und sie stellen zum Teil dort auch ihre aktuellen Projekte vor. Allerdings sollten Anleger wissen, dass sie bei einer Öko Bank nicht den höchsten Zinssatz erhalten werden, denn sie arbeitet nicht ausschließlich nach dem Prinzip der Geldvermehrung, sondern achtet auch auf ihre ökologischen Grundsätze. Für Kreditnehmer bedeutet der Gang zu einer Alternativbank, dass sie dort nicht immer die günstigsten Konditionen erhalten können, doch dafür steigen die Ökobanken in Projekte ein, die ihre klassische Konkurrenz verschmäht. In einigen Jahren wird sich das Bild auf dem Finanzmarkt sicher weiter zugunsten der alternativen Banken verändert haben, denn der Umweltschutz spielt schon lange nicht mehr nur Zuhause oder am Arbeitsplatz die Hauptrolle und zieht weiter in die Finanzbereiche ein.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *