So können auch Kfz-Werkstätten ihren Beitrag für die Umwelt leisten

In einer Kfz-Werkstatt wird mit verschiedenen Schmierstoffen und Reinigungsmitteln hantiert und natürlich werden viele Verschleißteile entsorgt und man arbeitet mit Lacken und produziert Abwasser. Eine Werkstatt kann aber auch ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten, denn inzwischen wurden verschiedene Leitfäden entwickelt, die sich auch in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Der Energieverbrauch

Energie sparen ist auch in einer Werkstatt möglich. Vor allem wenn neue Anlagen installiert werden, sollten die Betriebskosten schon bei der Planung berücksichtigt werden, denn hier entscheidet sich auch die Wirtschaftlichkeit. Ältere Anlagen sollten regelmäßig überprüft werden, denn sie verbrauchen zum Teil viel Energie, deren Verbrauch durch eine Neuanschaffung deutlich gesenkt werden könnte. Oft amortisieren sich neue Anlagen schon nach wenigen Jahren, weil wesentlich weniger Betriebskosten anfallen und Druckluftkompressoren, Ventilatoren oder Motoren, die im Dauereinsatz arbeiten, könnten nach einer Erneuerung den Energieverbrauch deutlich senken. Hier darf nicht an erster Stelle der Kostenfaktor für eine Erneuerung gesehen werden, sondern nur der Vergleich der laufenden Kosten. Ein erhöhter Energieverbrauch belastet nämlich nicht nur die Umwelt, sondern auch die Kasse des Unternehmers. Moderne Anlagen verbrauchen zum Teil mehr als ein Drittel weniger Energie als ihre alten Vorgänger und so kann sich die Investition über die Stromrechnung schon nach wenigen Jahren amortisiert haben und der Unternehmer spart bares Geld. Technische Maßnahmen wie beispielsweise eine Drosselung der Leistung von raumlufttechnischen Anlagen um 20 Prozent können dafür sorgen, dass dank Drehzahlregelung nur noch 50 Prozent der Energie verbraucht werden.

Beim Wärmeschutz können Kfz-Werkstätten ebenfalls Geld sparen, denn automatische Rolltore mit vorgesetzten Luftschleusen sorgen hier für eine deutliche Verbesserung. Zudem steigt auch die Motivation der Mitarbeiter in Räumen, die klimatisch keinen großen Schwankungen ausgesetzt sind. Geräte, die das Raumklima automatisch auf einem Niveau halten, amortisieren sich ebenfalls schon nach einigen Jahren, weil sie den Energieverbrauch senken.

Der Umgang mit Gefahrenstoffen

Der Gesetzgeber hat verschiedene Vorgaben geschaffen, die den Umgang mit Gefahrenstoffen regeln. Im Wasserrecht oder im Chemikalienrecht lassen sich die genauen Regelungen nachlesen. Die Mitarbeiter einer Werkstatt sollten in regelmäßigen Abständen auf die Vorgaben aufmerksam gemacht werden und auch ausführliches Informationsmaterial sollte zur Verfügung stehen. Schließlich steht hier nicht nur der Umweltschutzgedanke im Fokus, sondern auch die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Lacke, Bremsflüssigkeit, Altöl und Co. müssen nicht nur fachgerecht genutzt, sondern auch umweltgerecht entsorgt werden und auch die Reinigung der Werkstatt sollte bestimmten Grundregeln unterliegen. Im Rahmen des Wasserrechts ist außerdem zu beachten, dass es verschiedene Gefährdungsstufen gibt. Altöl beispielsweise fällt unter WGK3 und ist damit ein stark wassergefährdender Stoff und Batteriesäure gehört zu Klasse 1 und damit zu den schwach wassergefährdenden Stoffen. Das Wasserrecht soll gewährleisten, dass das Grundwasser geschützt wird und die Gewässer keinen unnötigen Belastungen ausgesetzt werden. In der Praxis gibt es bereits viele Verfahren, die sich bewährt haben und beim Ministerium für Umweltschutz können Werkstattbetreiber umfangreiches Informationsmaterial zu diesem Thema erhalten.

Das Abwasser & die Sensibilisierung der Mitarbeiter

In einer Kfz-Werkstatt entsteht nicht nur durch die Reinigung Abwasser, dessen Entsorgung bestimmten Vorgaben unterliegt. Alle fünf Jahre sollten die Anlagen zur Abwasserentsorgung kontrolliert werden und der TÜV oder die DEKRA stehen hier zur Überprüfung parat. Dabei wird nicht nur überprüft, ob die Anlage noch ausreichend dimensioniert ist, sondern auch ob sie komplett dicht ist. Die Überprüfung mag lästig erscheinen, aber schon ein paar Tropfen Altöl können tausende Liter Grundwasser verunreinigen. Aufbereitungsanlagen helfen dabei, den Wasserverbrauch zu senken und hier im Tarifrechner kann schnell deutlich werden, wie sich ein niedriger Verbrauch von Wasser oder Energie auf die Bilanz eines Unternehmens auswirkt. Die Mitarbeiter einer Kfz-Werkstatt sollten für die Belange des Umweltschutzes sensibilisiert werden, denn sie hantieren täglich mit den Gefahrenstoffen und auch die Reinigung der Werkstatt gehört zu ihren Aufgaben. Unternehmer, die ihren Mitarbeitern verdeutlichen können, welche Einsparungen möglich sind und dass umweltbewusstes Arbeiten kein großer Mehraufwand bedeutet, haben die größten Chancen in ihrem Betrieb einen dauerhaften Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können.

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