Die Umweltstiftung von Greenpeace

Eine Stiftung ist für jeden gemeinnützigen Verein eine gute Möglichkeit, Vorhaben auf Jahre finanzieren zu können. Üblicherweise besteht die Pflicht, Zuwendungen zeitnah in Projekte fließen zu lassen, bzw. diese innerhalb maximal 24 Monate auszugeben. Greenpeace nutzt diese Möglichkeit mit ihrer gemeinnützigen Stiftung bereits seit 1999. Um langfristig und auf Dauer politische Zeichen setzen zu können, gilt das Prinzip, das Vermögen der Stiftung dauerhaft zu erhalten, sicher und Ertrag bringend im Sinne ethischer, ökologischer und sozialer Standards anzulegen, und aus den Erträgen des Kapitals sowie durch Spenden, aktive gemeinnützige Arbeit zu finanzieren und den Umweltschutz zu unterstützen. So ist es in der Satzung des Vereins festgeschrieben und wird in den regelmäßigen Handlungen und Aktionen nach Außen transportiert.

Eine Stiftung, die sich einsetzt

Um ethische, soziale und ökologische Standards einhalten zu können, ist es wichtig, ein gutes Auge und hohes Verständnis dafür zu haben, wie Banken in diesem Sinne arbeiten, ob sie ökologisch orientiert sind und welche Möglichkeiten für Geldanlagen es gibt. So flossen in der Vergangenheit größere Summen der Stiftung in ökologische Mischfonds, wie in die Genussrechte der Planet Energy GmbH, wo Wert- und Rentenpapiere festverzinslich angelegt wurden. Ein Projekt, das unter anderem ebenfalls aus der Stiftung finanziert wird, ist die Stromnetzstudie 24/7 – das Stromnetz. Hier wird die These „Neue Energien brauchen leistungsfähige und flexible Netze“ untersucht und ausgearbeitet. Der Plan bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umgestiegen zu sein, soll kein Traum bleiben, sondern Realität werden. Das bedeutet aber auch, dass der Prozess schon heute gestartet und alle Vorbereitungen dafür getroffen werden müssen.

Genauere Informationen und Vorstellungen dazu wurden von dem European Renewable Energy Council in einer Studie festgehalten (hier geht’s zur Studie).

Die Umweltstiftung hat sich an dieser weg- und zukunftsweisenden Arbeit mit 15.000 Euro finanzierend beteiligt. Ergänzend dazu gibt es jedoch auch diverse Studien und Projekte, die sich mit der Energiewende und ihren Möglichkeiten beschäftigen. Dieses Beispiel zeigt, dass es national und international möglich ist, sich interessanten Projekten anzuschließen, sie selbst voranzubringen und im Ausland tätigen Greenpeace-Organisationen bei ihrer Arbeit zu helfen. Die Themenvielfalt ist dabei so satt, wie das Grün des Logos und es reicht vom Schutz der kleinen Hufeisennase, über Windrad-Projekte bis hin zur großen Greenpeace-Meereskampagne, die von der Stiftung seit 2008 aktiv unterstützt wird.

Bildquelle: Autor: Ellywa; CC

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