Die Umwelt erhalten statt sie auszubeuten – Douglas Tompkins macht es vor

Weltweit nutzen große Konzerne die Ressourcen der Erde und häufig beuten sie dabei die Umwelt einfach aus, ohne an die Folgen zu denken. Grundwasser wird entnommen und vergiftet wieder zurückgeleitet und die Holzindustrie frisst sich in die Urwälder um günstiges Bauholz, billige Möbel oder Brennholz daraus zu machen. Natürlich gibt es auch Unternehmen, die einen Teil ihres Gewinns in den Umweltschutz fließen lassen und ihre Produktion auf Nachhaltigkeit ausrichten, doch noch ist der Anteil dieser Firmen zu gering. Einen ganz anderen Weg ging der Millionär Douglas Tompkins. Er kaufte 1992 in Chile 3.000 Quadratkilometer Land mitten im unberührten Urwald und sein Beweggrund hat nichts mit Profit zu tun.

Land kaufen, um es zu erhalten

In der Mitte der 1960er Jahre gründete Tompkins die heute bekannte Textilmarke Esprit. Bis in die 1990er Jahre vergrößerte er sein Unternehmen und konnte die Marke weltweit etablieren. Damals waren die Herren Hemden von Esprit ein Muss für jeden modebewussten Mann und noch heute genießen die Produkte mit diesem Logo großes Ansehen. Ihr Gründe Douglas Tompkins ging allerdings einen anderen Weg, denn er verkaufte seine Anteile und wurde zu einem Umweltaktivisten, der seinesgleichen sucht. Er begann Land in Chile zu kaufen, um es vor dem Zugriff der Holzindustrie zu schützen und am Anfang stieß er auf große Gegenwehr. Inzwischen gehören dem Umweltaktivisten mehr als 325.000 Hektar und damit eine Fläche, die das Land Hamburg und das Saarland umfasst. Sein großes Ziel ist es, dieses Land in einen Naturpark zu verwandeln um es dann dem Staat zurückzugeben. Inzwischen wurde immerhin erreicht, dass das Gelände unter Naturschutz gestellt wird. Dafür hat Tompkins 35 Millionen seines Vermögens investiert und er will weiter investieren, um den Park für Besucher öffnen zu können. In den Gebieten, die früher bereits landschaftlich bewirtschaftet wurden, soll organische Landwirtschaft entstehen und auch wenn es noch immer Gegner des Projekts gibt, bleibt der Millionär am Ball und treibt seinen Plan, die Umwelt zu erhalten, weiter voran.

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