Die Energieverbrauchskennzeichnung von Autos

Der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs spielt aufgrund steigender Benzin- und Dieselpreise eine immer größere Rolle. Dazu legen immer mehr Deutsche beim Autokauf Wert auf einen möglichst geringen CO2-Ausstoß. Die Energieverbrauchskennzeichnung von Pkws soll dabei helfen, sparsame und klimaschonende Fahrzeuge von echten „Spritfressern“ zu unterscheiden. Das Problem dabei ist jedoch, dass aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben keine korrekte Bewertung möglich ist.

Angaben auf dem Label

Die Verbrauchskennzeichnung auf dem Label liefert Angaben zu Marke und zum jeweiligen Modell und gibt zudem Informationen über den Kraftstoffverbrauch, den CO2-Ausstoß sowie zu den Kraftstoffkosten und der zu zahlenden Steuer. Die farbigen Balken auf dem Label erinnern dabei stark an die label für Kühlschränke und Waschmaschinen.

Nur auf den ersten Blick informativ

Betrachtet man die farbigen Angaben zu den Effizienzklassen A bis G, so wirkt das Label zunächst leicht verständlich und informativ. Allerdings lassen sich die verschiedenen Fahrzeugmodelle damit nur sehr schwierig miteinander vergleichen. Der Grund hierfür ist ganz einfach, denn bei der Berechnung des Wertes dient das Gewicht als Grundlage. So kommt es dazu, dass ein Fahrzeug mit einem hohen Gewicht und einem entsprechenden Spritverbrauch besser eingestuft ist als ein Kleinwagen, der deutlich weniger Kraftstoff benötigt. Es bringt deshalb wenig, wenn man alleine auf die Farbe und die Effizienzklassen achtet.

Richtwerte für den CO2 Ausstoß

Wer genauer wissen möchte, wie viel Kraftstoff ein Fahrzeug verbraucht und wie hoch der Co2-Ausstoß ist, der sollte deshalb besser auf die Angaben unter dem Punkt „CO2-Emisionen kombiniert“ achten. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man weiß, welche Werte gut oder schlecht sind. Auf dem Label selbst befinden sich hierzu keinerlei Hinweise. Gemäß Angaben der Verbraucherzentrale sind die folgenden Richtwerte empfehlenswert: Bei einem Kleinwagen sollte der CO2-Ausstoß nicht über 110 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer liegen. Für Fahrzeuge der Kompaktklasse gilt ein Richtwert von 120 Gramm CO2 und für einen Familienwagen von 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Angaben zu den laufenden Kosten finden sich ganz unten auf dem Label. Angegeben wird hier die Höhe der Kraftfahrzeugsteuer sowie die Kraftstoffkosten für 20.000 Kilometer. Vor dem Kauf eines Wagens sollte man sich die Vergleichsliste mit allen Fahrzeugmodellen unbedingt zeigen lassen und die hier angegebenen Werte miteinander vergleichen.

Auf die Finanzierungskosten achten

Der große Teil der Neuwagenkäufe wird heutzutage über eine Finanzierung abgewickelt. Bei einem Preisvergleich sollten deshalb in jedem Fall auch die Finanzierungskosten miteinander verglichen werden. Nach wie vor entscheiden sich viele Autofahrer der Einfachheit halber für die vom Autohändler angebotene Finanzierung. Vor allem, wenn mit einer sogenannten 0-Prozent-Finanzierung geworben wird, greifen die meisten Käufer gerne zu. Dabei muss dies nicht immer auch die günstigste Art der Fahrzeugfinanzierung sein. Zwar fallen hier keine Zinsen an, dafür muss der Käufer jedoch auf einen Barzahlungsrabatt verzichten. Aus diesem Grund kann es durchaus lohnenswert sein, sich nach einer separaten Finanzierung bei einer Bank umzusehen. Der Käufer kann in diesem Fall als Barzahler auftreten und so Rabatte von bis zu 20 Prozent erhalten.

In der Regel können Autokäufer zwischen einer sogenannten Drei-Wege-Finanzierung und einem herkömmlichen Ratenkredit wählen. Bei der Drei-Wege-Finanzierung sind die monatlichen Raten zunächst geringer, dafür bleibt jedoch eine größere Schlussrate stehen.

Höhe des Zinssatzes ist entscheidend

Bei einem Vergleich der verschiedenen Angebote sollte vor allem auf den effektiven Jahreszins geachtet werden. In diesem sind bereits alle wichtigen Kosten, wie Zinsen oder Bearbeitungsgebühren, enthalten. Die Höhe des Zinssatzes hängt zumeist vom Kreditbetrag, der Laufzeit sowie von der Bonität des Kreditnehmers ab. Je besser die Bonität, desto günstiger fällt in der Regel auch der Zinssatz aus. Für Kreditnehmer mit einem normalen Einkommen kann es sich deshalb lohnen, einen Kredit mit einem bonitätsunabhängigen Zinssatz zu wählen. Des Weiteren empfehlen sich Angebote, bei denen Sondertilgungen jederzeit möglich sind. So lässt sich der Kredit schneller zurückzahlen und auch Zinsen können meist eingespart werden.

Bildquelle: pixabay.com; Lizenz: CC0

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