Bundesministerium für Umwelt

Das Bundesministerium für Umwelt hat seinen ersten Dienstsitz in Bonn und ist zuständig für alle Bereiche des Umweltschutzes. Wasserwirtschaft, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Chemikaliensicherheit, erneuerbare Energien, Strahlenschutz und nachhaltige Naturnutzung sind die Bereiche, in die das Ministerium aufgeteilt wurde. Dazu gehören noch einige weitere Bereiche zum BMU wie beispielsweise der Umweltgutachterausschuss und verschiedene Kommissionen die sich mit der Sicherheit der Kernkraftwerke beschäftigen. Mehr als 800 Mitarbeiter kümmern sich um ihre Fachbereiche und für 2011 wurden 1,6 Milliarden Euro als Etat für das Umweltministerium festgesetzt. Die Regierung will damit den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, aber es müssen auch bereits lang vorhandene Probleme wie die Suche nach einem Atomendlager bearbeitet werden.

Gegründet wurde das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 6. Juni 1986. Anlass war die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und man wollte die neuen umweltpolitischen Herausforderungen unter einem Ministerium zusammenfassen um besser reagieren zu können. Vorher war der Umweltschutz auf die Bereiche von Landwirtschafts-, Gesundheits- und Innenministerium verteilt. Klaus Töpfer, der zweite Umweltminister der BRD konnte in seiner Amtszeit zahlreiche Änderungen bei der Umweltgesetzgebung erreichen. Nach ihm musste Umweltbelange oft hinter die folgenden wirtschaftlichen Krisen zurücktreten und erst mit Jürgen Trittin von den Grünen konnte das Ministerium seinen Fokus wieder vermehrt auf den Umweltschutz richten. Die Ökosteuer, die Begrenzung der Laufzeiten für Atomkraftwerke und die Endlagerung von atomaren Abfällen wurden wieder Themen über die man öffentlich diskutierte und es fielen auch einige wegweisende Entscheidungen dazu während der Amtszeit von Jürgen Trittin.

Seit dem 28. Oktober 2009 ist Norbert Röttgen der amtierende Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Er steht unter anderem für Bürokratieabbau und er konnte zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel das dreimonatige Moratorium beschließen, das sich mit dem Atomausstieg beschäftigte und letztendlich am 30. Juni 2011 zu einer Entscheidung für den endgültigen Atomausstieg führte.

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